Der Verlust eines geliebten Menschen ist einer der größten Schmerzen im Leben. Die Trauer ist unausweichlich, normal und notwendig: Das Überwinden braucht viel Raum und Zeit und manchmal ist es schwierig, dies alleine zu schaffen.

Das bietet der Dienst

Die Sozialgenossenschaft Lilium bietet einen psychologischen Beistandsdienst in Zusammenarbeit mit der Psychologin Mandy Montecchi an. An einem geschützten Ort wird den Personen durch aktives Zuhören und qualifizierten psychologischen Beistand geholfen, den schmerzhaften Verlust des geliebten Menschen zu verarbeiten.
Der Dienst kann von jedem jederzeit, auch nach längeren Zeitabständen, beansprucht werden. Das erste Gespräch ist kostenlos.

Die Beratung für Eltern von Kindern oder Jugendlichen hilft beim Erkennen der eigenen Ängste und Schwierigkeiten und bei der Bewältigung des Verlustes des eigenen Kindes, fördert das Gespräch und die Kommunikation und macht die Zeichen der Notlage deutlich. Der Psychologe kann auch direkt dem Kind oder Jugendlichen in besonders schwierigen und traumatischen Situationen beistehen, indem er den Ausdruck der schmerzhaften Emotionen fördert und neue Strategien zur Verlustbewältigung entwickelt. Ein professioneller Beistand in einem schmerzvollen Moment trägt dazu bei, psychologischen und Beziehungsproblemen vorzubeugen.

Zielpersonen

Alle Personen, die einen schweren Verlust überwinden müssen und sich an ein Bestattungsunternehmen des Territoriums wenden.

Insbesondere:
– Senioren, Erwachsene und junge Erwachsene
– Familien mit Kind und/oder Jugendlichen

Qualifikation und berufliche Laufbahn

Die Psychologin Mandy Montecchi hat Entwicklungs- und Erziehungspsychologie an der Universität von Padua studiert. Sie arbeitet im Krankenhaus Bozen für die Vereinigung Peter Pan (krebskranke Kinder) in der Abteilung Kinderonkologie und -hämatologie und als Freiberuflerin in ihrer privaten Praxis. Sie ist außerdem im italienischsprachigen Schulsprengel Sterzing – Wipptal als Schulpsychologin und in verschiedenen anderen Einrichtungen tätig.

„Der Schmerz über den Verlust einer Person ist lebenswichtig und muss daher ausgedrückt und ‚gezähmt’ werden. Der Schmerz wird dadurch erkennbar und wird nicht mehr gefürchtet; er verliert seine anfängliche Bedrohlichkeit, die oft in komplizierteren Situationen das Wohl einer ganzen Familie beeinträchtigen kann. Den Schmerz zu zähmen bedeutet, sich dafür zu sorgen, dass er uns nie verlassen, dafür aber verwandeln wird, um neue Projekte zu starten und eine unbekannte Zukunft anzugehen, ohne die furchtbarste Seite der Trauer – nämlich das Vergessen – zuzulassen. Der gezähmte Schmerz ermöglicht uns, uns an den Verstorbenen zu erinnern, ohne uns zu verletzen oder zu erschrecken“. (Enrico Cazzaniga, I luoghi del lutto)

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Informazioni

  • 28 Aug 2015
  • Psychologie